Raus aus dem Kopf, rein in den Rhythmus: Wie „Barbaras Rhabarberbar“ den Universitätsalltag der Lehramtsstudent*innen in Tromsø belebt – ein Semesterprojekt

  • Ina-Maria Zentner

Abstract

Die Vorteile eines ganzheitlichen Lernansatzes, der nicht nur den Geist, sondern auch den Körper miteinbezieht, sind weithin bekannt – ebenso die fatalen Folgen einer sedentären Sitzkultur, wie sie in unserem Bildungssystem immer noch vorherrscht. Auf dem Weg zu einer Unterrichtsform, die mehr Raum für Bewegung schafft, zeigt sich jedoch, dass der Einsatz des Körpers oft nicht auf Anhieb vom jugendlichen Zielpublikum angenommen wird und teils auch die Lehrer*innen selbst Hemmungen empfinden, bei der Bestrebung Bewegungselemente, Musik oder Theater in ihren eigenen Unterricht zu integrieren. Um einer bewegten Lernform den Weg ebnen, bedarf es daher zunächst der Bereitschaft zur aktiven Teilnahme. Im Rahmen des beschriebenen Semesterprojekts im Einführungskurs an der UiT – Norges arktiske universitet widmete ich mich genau dieser Frage: Welche Faktoren begünstigen eine Mitmachbereitschaft bei Lernenden verschiedener Altersstufen und wie kann diese gezielt gefördert werden? Dabei erforschte ich den Einsatz von Rhythmus im Ausspracheunterricht als verbindendes Element – eine Schnittstelle, die es ermöglicht, Bewegung behutsam wieder in den Lernprozess zu integrieren und dabei gleichzeitig eine hervorragende Grundlage für die Arbeit an Wortschatz und Phonetik bietet.

Published
2025-12-29