Aufbau der Sprachkompetenz in der DaF-Lehrerausbildung. Eine Studie aus Dänemark und Norwegen
Abstract
In Dänemark und Norwegen zeigen sich in der Ausbildung von Deutschlehrkräften deutliche Defizite in der Sprachkompetenz der Absolvent*innen – mit spürbaren Folgen für die spätere schulische Unterrichtsqualität. Der kontinuierliche Rückgang der Studierendenzahlen verschärft die Situation zusätzlich. Diese Entwicklung ist angesichts der zentralen Bedeutung sprachlicher Kompetenzen für die Unterrichtsqualität besorgniserregend.
Die vorliegende Studie untersucht im Rahmen eines übergeordneten Forschungsprojekts, inwiefern die aktuellen Ausbildungsstrukturen der Deutschlehrerausbildungen sicherstellen, dass Studierende ein ausreichendes Sprachniveau für das Unterrichten an Schulen erreichen. Die Untersuchung stützt sich auf Dokumentenanalysen sowie auf Befragungen von Deutschlehrkräften und Hochschuldozierenden. Dabei wurden insbesondere die sprachlichen Eingangsvoraussetzungen, Anforderungen, Prüfungsformate und Einschätzungen der Studierenden berücksichtigt. Ergänzend flossen Daten zu den selbsteingeschätzten Sprachniveaus von nicht-muttersprachlichen DaF-Lehrkräften ein. Die Ergebnisse zeigen nationale Unterschiede und strukturelle Defizite – insbesondere fehlen verbindliche Sprachzielvorgaben, standardisierte Prüfungen und Sprachstandmessungen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit umfassender Reformen in der DaF-Lehrkräftebildung.
Copyright (c) 2025 Karen Bauer, Beate Lindemann

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